Nachdem die Bauzinsen kurz vor dem Jahreswechsel aufwĂ€rtsstrebten, gaben sie Anfang Januar 2026 kurz wieder nach und ermöglichten gĂŒnstigere Finanzierungsangebote. Zum Ende vom Januar 2026 zogen die Baufinanzierungszinsen jedoch wieder an. Wovon Kaufinteressierte derzeit noch profitieren können, wie sich die Zinsen aller Voraussicht nach weiterentwickeln und was vom Entscheid der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) im Februar 2026 zu erwarten ist â dies soll in diesem Beitrag betrachtet werden.
Erst rauf, dann runter und dann wieder rauf â der Bauzins in den vergangenen Wochen
Als die Bauzinsen Ende 2025 geringfĂŒgig zulegten, war dies bereits ein Teil des leichten Zinsanstiegs, den Experten fĂŒr das erste Halbjahr 2026 vorhergesagt hatten. An der seit Monaten anhaltenden SeitwĂ€rtstendenz rĂŒttelte die Bewegung jedoch nicht. Vielmehr gaben die Bauzinsen mit Jahresbeginn wieder nach. Man konnte in den vergangenen Wochen eine leichte Entspannung sehen, so die Feststellung der Zinsexperten. Viele Finanzierungsinstitute werben aktuell mit Sonderaktionen, die zum Teil ZinsabschlĂ€ge von bis zu 0,2 Prozent versprechen. Das bedeutet bei einer Finanzierung womöglich mehrere tausend Euro Ersparnis. Jetzt NĂ€gel mit Köpfen zu machen, kann sich also lohnen. Allerdings zogen Baufinanzierungszinsen zum Monatsende wieder an.

SeitwĂ€rts mit kleinen AusschlĂ€gen â Bauzinsentwicklung in den kommenden Wochen
FĂŒr den weiteren Quartalsverlauf erwarteten Zinsexperten stabile Baufinanzierungszinsen mit maximal leichten Schwankungen. GrĂŒnde hierfĂŒr seien die aktuell bestĂ€ndigen Wirtschaftsdaten sowie die Tatsache, dass der Kapitalmarkt mit einem leichten Konjunkturaufschwung in der Eurozone und in Deutschland rechne. Beides zusammen ergibt ein Zinsumfeld, das wenig Spielraum fĂŒr Ăberraschungen bietet. Der Zinsmarkt liebt Berechenbarkeit und genau die bekommt er derzeit, so die Analyse der Zinsexperten. Die stabile Lage wiederum fĂŒhrt zu einem verstĂ€rkten Wettbewerb unter den Finanzierungsinstituten, weshalb ein Anbietervergleich fĂŒr Kaufinteressierte momentan besonders ratsam ist.
Zinspause erwartet â kein Handlungsdruck fĂŒr die EZB
Die FinanzmĂ€rkte rechnen derzeit nicht mit einer Zinssenkung seitens der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB). Das sehen auch Zinsexperten so: Es besteht aktuell kein Grund fĂŒr einen Zinsschritt. Denn weder die stabilen Konjunkturdaten noch die zum Ende des vergangenen Jahres gesunkene Inflation geben den WĂ€hrungshĂŒtenden Anlass, hektisch zu werden. Im Dezember 2025 war die Teuerungsrate im Euroraum laut Eurostat auf 1,9 Prozent, in Deutschland auf 2,0 Prozent gesunken und lag damit im Zielbereich der EZB. Wenngleich Eurostat die Januar-Daten noch nicht gemeldet hat, geht das Statistische Bundesamt fĂŒr Deutschland vorlĂ€ufig von einer Inflation von 2,1 Prozent im ersten Kalendermonat des Jahres aus.
Doch auch andere Faktoren gilt es fĂŒr die Notenbank im Blick zu behalten: Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Kurs der WĂ€hrungshĂŒtenden in den kommenden Monaten entwickeln wird, so die Meinung der Zinsexperten. Die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere die Unruhe, die von Donald Trumps Politik ausgeht, könnten das Handeln der EZB nachhaltig beeinflussen.
Baufinanzierungszinsen im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat
FĂŒr Immobilienfinanzierer stellt der Jahresanfang 2026 eher keine gute Nachrichten zur VerfĂŒgung, denn die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen ging bei allen Zinsbindungszeiten wieder nach oben. Nach dem leichten RĂŒckgang der Baufinanzierungskonditionen in den Vormonaten zum Jahreswechsel, ist dieser Trend nicht mehr vorhanden und es gibt unabhĂ€ngig der Zinsfestschreibungszeit leicht steigende Zinskonditionen. Die Sollzinsen fĂŒr Darlehen mit einer Zinsbindung von 5 Jahren sind dabei auf 3,64 Prozent (Vormonat: 3,46 Prozent) nach oben gegangen. Sie liegen damit nun weiter ĂŒber den Zinsen fĂŒr Kredite mit einer Zinsbindung von 10 Jahren, die mit 3,62 Prozent (Vormonat: 3,39 Prozent) auch nach oben angepasst haben.
Die Zinsen fĂŒr Darlehen mit einer Zinsbindung von 15 Jahren folgten dem allgemeinen Trend steigender Konditionen und erhöhten sich auf 3,95 Prozent (Vormonat: 3,71 Prozent). Die Baudarlehen mit einer Zinsbindung von 20 Jahren konnten sich dem AufwĂ€rtstrend gegenĂŒber dem Vormonatsniveau nicht entziehen und liegen aktuell bei einem Zinssatz von 4,10 Prozent (Vormonat: 3,82 Prozent).
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Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: leicht steigend
mittelfristig: schwankend seitwÀrts
langfristig: schwankend seitwÀrts

Externe Quellen:
- Dr. Klein AG
Zinskommentar Januar 2026 als ePaper lesen
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