Elementarschadenversicherung – 7 Tipps für den richtigen Versicherungsschutz

Um sich gegen Schäden durch Überschwemmungen, Rückstau im Rohrsystem oder auch Schneedruck abzusichern, benötigt man einen speziellen Zusatzbaustein in der Gebäude- und Hausratversicherung: Die so genannte Elementarschadenversicherung. Mit Elementarschäden werden Schäden benannt, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden. Darunter fallen Schäden durch Hagel, Sturm (ab Windstärke 8), Rückstau, Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck oder auch Vulkanausbrüche.

7 Tipps für die richtige Absicherung gegen Elementarschäden

Je nachdem was für ein Schadenereignis eingetreten ist, kann entweder die Gebäudeversicherung und /oder Hausratversicherung zuständig sein. So sind Sturmschäden, Hagelschäden und Schäden nach einem Blitzschlag über die Gebäudeversicherung und die Hausratversicherung abgesichert. Für weitere Schäden, welche durch Naturereignisse hervorgerufen werden, wie beispielsweise Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben oder auch Schneedruck, ist meist nur die Elementarschadenversicherung zuständig. Die Elementarschadenversicherung wird in Kombination mit einer Gebäude- und Hausratversicherung oder durch Erweiterung dieser Verträge abgeschlossen. Einzelgefahren sind dabei in der Regel nicht ab- oder zuwählbar.

  1. Den Naturgefahren-Check und Hochwasser-Check nutzen
    Umfragen nach dem Grund warum keine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde, ergeben häufig: „Wir wohnen doch gar nicht am Fluss. Uns kann doch nichts passieren.“ Das stimmt so nicht. Starkregen kann jeden überall treffen und Schäden verursachen – auch wenn man auf einem Berg wohnt. Hier kann mit dem Naturgefahren-Check und dem Hochwasser-Check auf langjährige Daten der Versicherungsunternehmen zugegriffen werden:

Damit kann bereits vor dem Erwerb einer Immobilie und der Eingehung eines Mietverhältnisses geprüft werden, ob
es Risikofaktoren bei den Naturgefahren gibt. Ausschlaggebend ist hier die ZÜRS-Zone. In der ZÜRS-Zone (auch ZÜRS-System genannt) werden die ver­schie­densten Geodaten, topografische In­for­ma­ti­on­en, mehr als 21 Mio. Adressen, rund 225.000 Kilometer Fluss- und Bachläufe sowie Über­schwem­mungs­daten von mehr als 200 Wasserwirtschaftsämtern eingespeist und ausgewertet. Nicht alle Häuser in Deutschland sind in gleicher Weise der Gefahr durch Über­schwemmung aus­gesetzt.

Um das jeweilige Risiko adress­genau ein­schätzen zu können, hat der Gesamt­­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) ein Zonierungs­system für Über­schwemmung, Rück­stau und Stark­­regen – kurz ZÜRS Geo – ent­wickelt. Die daraus gewonnenen Informationen dienen den Ver­si­che­rern, die Beitrags­höhe der Elementar­schaden­versicherung zu kalkulieren.

Das ZÜRS-System ordnet dabei jedes Gebäude in Deutschland in eine von den 4 Zonen bzw. Gefährdungsklassen ein, die das jeweilige statistische Hochwasserrisiko angibt. Je höher die Zone, desto größer das Über­schwem­mungs­risiko und desto teurer ist schlussendlich schließlich die Versicherung.