Wer einen Autounfall verursacht, kann sich auf die Kfz-Versicherung verlassen: Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt die Schäden des Unfallgegners, die Vollkasko die Schäden am eigenen Auto. Nur der Fahrer erhält bei einem von ihm selbst verschuldeten Unfall keine Entschädigung, wenn er sich verletzt – es sei denn, er hat eine Fahrerschutzversicherung. Eine Fahrerschutzversicherung ist ein freiwilliger Zusatzbaustein zur Kfz-Versicherung, die den Fahrer bei selbstverschuldeten Unfällen absichert. Sie gleicht Personenschäden aus, für die sonst niemand haftet und übernimmt Kosten wie Verdienstausfall, Schmerzensgeld oder behindertengerechte Umbauten.
Was sind die Leistungen und Inhalt der Fahrerschutzversicherung
- Verdienstausfall: Ersatz für entgangenes Einkommen oder Mehrkosten für Selbstständige und Angestellte.
- Schmerzensgeld: Zahlung nach schweren Verletzungen (meist ab einer Mindestdauer im Krankenhaus).
- Reha und Haushalt: Finanzierung von Haushaltshilfen oder dem Umbau von Haus und Auto.
- Hinterbliebenengeld: Absicherung der Familie bei tödlichem Ausgang des Unfalls.
- Kosten: Meist sehr moderat und als Baustein für etwa 20 bis 40 Euro pro Jahr zu haben.
- Schadensfreiheitsrabatt: Die Inanspruchnahme wirft den Versicherten in der Schadenfreiheitsklasse der Kfz-Haftpflicht meist nicht zurück.
- Ausnahmen: Kein Schutz bei Vorsatz, Straftaten oder Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss.
Wann leistet die Fahrerschutzversicherung?
Die Fahrerschutzversicherung tritt ein, wenn der Fahrer am Steuer des versicherten Autos einen Unfall verursacht und dadurch verletzt oder getötet wird.
Was leistet eine Fahrerschutzversicherung?
Der Versicherer leisten einen Ersatz für den durch den Unfall entstandenen Personenschaden des Fahrers. In der Regel ersetzt die Fahrerschutzversicherung etwa den Verdienstausfall, zahlt eine Hinterbliebenenrente oder Schmerzensgeld – immer unter der Voraussetzung, dass kein anderer zu diesen Zahlungen verpflichtet ist. Was die Fahrerschutzversicherung zahlt, hängt vom Angebot des jeweiligen Versicherers ab.
Für wen ist eine Fahrerschutzversicherung sinnvoll?
Die Fahrerschutzversicherung kann nach einem Unfall vor hohen finanziellen Belastungen schützen und ist daher generell eine sinnvolle Ergänzung innerhalb der Kfz-Versicherung.
Wie hoch ist die Deckungssumme einer Fahrerschutzversicherung?
Die Deckungssummen variieren bei den anbietenten Versicherern und sehen teilweise Höchstsummen für verschiedene Leistungen wie Schmerzensgeld oder den Verdienstausfall vor.
Wann leistet die Fahrerschutzversicherung nicht?
Der Fahrer kann die Leistungen des Fahrerschutzes nur in Anspruch nehmen, wenn er beim Unfall zum Lenken des Autos berechtigt und in der Lage war, das Auto sicher zu führen. Er darf beispielsweise nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren sein. Wichtig ist auch: Die Versicherung schützt bei Unfällen, die beim Lenken des Autos passieren, nicht beim Ein- und Aussteigen oder beim Be- und Entladen.
Wo schließt man eine Fahrerschutzversicherung ab und wieviel kostet sie?
Viele Versicherer bieten den Fahrerschutz an. Er muss zusammen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Die Höhe des Beitrags und die genauen Leistungen hängen vom jeweiligen Versicherer ab.
Brauche ich eine Fahrerschutz-Police, wenn ich eine private Unfallversicherung habe?
Die Fahrerschutzversicherung und eine private Unfallversicherung ergänzen sich. Grundsätzlich leistet auch die private Unfallversicherung bei selbstverschuldeten Verkehrsunfällen des Fahrers: Sie zahlt eine Invaliditätsleistung und/oder Unfallrente, wenn der Unfall bleibende Gesundheitsschäden verursacht hat. Diese Leistungen gibt es zusätzlich zu denen aus anderen privaten Versicherungen wie der Fahrerschutzversicherung.