In Deutschland ist eine Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben, um finanzielle Sicherheit, das Solidarprinzip und den Zugang zur medizinischen Versorgung für jeden zu garantieren. Deshalb gilt: Wer in Deutschland seinen Wohnsitz hat, muss entweder gesetzlich oder privat krankenversichert sein. Davon gibt es nur sehr wenige Ausnahmen.
Gründe für die Versicherungspflicht
- Schutz vor hohen Kosten: Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann sehr teure Behandlungen bedeuten. Ohne Versicherung könnten diese Kosten das eigene Geld oder Vermögen weit übersteigen.
- Das Solidarsystem: Alle Versicherten zahlen zusammen in einen großen Topf ein. Junge helfen Alten, und gesunde Menschen helfen kranken Menschen. Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht, unabhängig davon, wie viel er einzahlt.
- Hilfe für alle: Die Pflicht schützt die Gesellschaft davor, dass Menschen ohne Schutz auf medizinische Hilfe verzichten oder im Notfall unversorgt bleiben.
Was passiert ohne Versicherung?
- Schulden und Nachzahlung: Wer nicht versichert ist, muss oft rückwirkend Beiträge nachzahlen, wenn er wieder in das System eintritt.
- Eingeschränkte Hilfe: Ohne Versicherung bezahlen Ärzte oft nur akute Notfälle oder starke Schmerzen; andere Behandlungen muss man selbst bezahlen.